Kurt Tucholsky: ächzende Schlaraffen

15-38-tucholsky„Unter den abendlichen Bäumen warte ich das Menü ab. Ich weiß schon, was da aus den offenen Fenstern herausschmurgelt: eine Suppe mit weichem Brot, ein Scheibchen Wurst als hors und ein Scheibchen Sardelle als d’œuvre, gebratene Fische, Rindfleisch, Huhn, meist beides nacheinander, wenn man dann dem Ersticken nahe ist, eine kräftige Schüssel Gemüse, und ein bißchen Käschen, Obstchen, Nachspeischen und Kaffeechen. Dazu – wenns schiefgeht – rauchende Salpetersäure; sonst einen angenehmen Landwein.  …     ..   Man soll nicht undankbar sein: mein Seufzer ist der Tadel eines ächzenden Schlaraffen.“

Kurt Tucholsky: Unter anderem in den Pyrenäen

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