Karibische Stockfischbällchen – „Accras de morue“

Ein ganz tolles Rezept, das wir in Guadeloupe kennengelernt haben: „Accras de morue“ – frittierte Stockfisch-Bällchen. Die kleinen Dinger sind auf den französischen Karbikinseln eine beliebte Vorspeise zum Apéritiv oder ein kleiner Happen zum „Ti Punch“, dem hochprozentigen Rumgetränk, das man gern schon am späten Vormittag zu sich nimmt (unser Grundsatz: nie vor 11 Uhr! Irgendwelche Prinzipien muss man ja haben).

Die wichtigste Zutat ist allerdings hierzulande nicht so einfach zu bekommen:  „morue salée“ , das sind Stücke von getrocknetem gesalzenen Kabeljau (Klippfisch, Stockfisch). Wir bringen den meistens aus dem Urlaub mit. In Spanien und Portugal z.B. findet man den „Bacalao“ in jedem Supermarkt.  Man sollte auf gute Qualität achten, also große Stücke, vorzugsweise entgrätet.

Wir brauchen  für ca. 40 Stück:

  • 500 g getrockneten gesalzenen Kabeljau  („morue salée“, Klippfisch, Stockfisch, „Bacalao“, „Bacalhau“ – vorzugsweise entgrätet)
  • 250 g Mehl
  • 2 Eier
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1-2 Chili-Schoten
  • Salz, Pfeffer
  • Schnittlauch und/oder Petersilie
  • 1 Glas Milch
  • etwas Öl
  • Frittieröl

 

Und so geht´s:

  • den Stockfisch 1-2 Tage wässern, um ihn zu entsalzen. Das Wasser mehrmals austauschen
  • den entsalzenen Stockfisch in kleine Stücke zerteilen und dabei evtl. vorhandene Gräten entfernen
  • Zwiebel und Knoblauch kleinschneiden und in etwas Öl anschwitzen
  • Petersilie und/oder Schnittlauch kleinhacken
  • Stockfischstücke kurz anbraten
  • Mehl in eine Schüssel sieben, Backpulver, zwei Eier und Milch  hinzugeben, alles gut verrühren
  • Zwiebel, Knoblauch, Fisch und Petersilie/Schnittlauch unterrühren
  • kleingeschnittene Chiliscshoten zugeben
  • mit Salz und Pfeffer und evtl. etwas Hot Sauce abschmecken
  • Fritteuse mit genug Öl  anheizen
  • Mit 2 Teelöffeln aus dem Teig kleine Bällchen formen und in der Fritteuse ausbacken
  • Bällchen auf Küchenkrepp abtropfen und dann frisch auf den Tisch!

 

Guten Appetit und „A votre santé!“

Wie man einen authentischen „Ti Punch“ herstellt hat uns vor etlichen Jahren ein netter Mensch auf der Insel Marie Galante gezeigt. Er nahm 59%igen Rum („rhum agricole“ natürlich) und füllte das Wasserglas nur zur Hälfte – bei neu angekommenen Touris müsse man moderat dosieren 😉

Hier noch einige Bilder, die sicher deutlich machen, warum es uns dort so gut gefällt:

Auf den Geschmack gekommen? Hier gibt´s noch ein paar Infos mehr:

http://ninas-reiselust.de/guadeloupe/

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