Zugegeben, meine besondere Sympathie gilt Gerichten, die ich mit Reiseerlebnissen verbinde.  Wenn bei jedem Bissen Erinnerungen wach werden – das ist schon wunderbar.

Aber die traditionelle deutsche Küche hat natürlich auch viel zu bieten.  Ein Kochbuch mit solchen „Klassikern“ ist mir neulich auf den Tisch gekommen (Biolek/Witzigmann: Rezepte, wie wir sie mögen) und nach kurzem Blättern war mir klar: Einiges davon muss ich unbedingt nachkochen!

Als erstes Rezept nahm ich mir den „Hackbraten mit Speck und Kartoffelkruste“ vor. Wobei ich das ganze Unternehmen auf Video festhielt.  Die Zubereitung war ziemlich komplex und in dem Buch  (fast) perfekt beschrieben –  das Ergebnis überzeugte rundum!   Mein Tipp:  Vor dem Nachkochen das  Video anschauen!

 

Wie brauchen:

  • 4oo g mehlig kochende Kartoffeln
  • 300 ml Milch
  • 1/2 altbackenes Baguette (120 g)
  • 4 EL kalte Butterwürfel
  • Pfeffer aus der Mühle, Salz
  • Muskatnuss
  • 2 Eigelb
  • 60 g geriebener Parmesan
  • 2 Karotten
  • 4 Stangen Staudensellerie
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 600 g gemischtes Hackfleisch
  • 2 Eier
  • 3 EL mittelscharfer Senf
  • 2 Messerspitzen  Paprikapulver, edelsüß
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 100 g Bacon (Frühstücksspeck)
  • 2 Shalotten
  • 1/2 Becher Sahne

 

 

Und so geht´s:

Zubereitung der Kartoffelkruste:

Gewaschene, ungeschälte Kartoffeln ca 30 Minuten in  gesalzenem Wasser garen.
Etwas abkühlen lassen, schälen und 2mal durch die Kartoffelpresse geben.

100ml Milch erwärmen, mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen.
1 El Butter dazu geben. Mit der Kartoffelmasse verrühren, 1 EL kalte Butter unterrühren, dann 2 Eigelbe.

Zum Schluß den geriebenen Parmesan dazugeben, unterheben und abschmecken.
Zur Seite stellen.

Zubereitung des Hackbratens:

Das Baguette zerkleinern, mit 200ml lauwarmer Milch übergießen und ziehen lassen.
Möhren, Sellerie waschen und schälen.

Zwiebel und Knoblauch klein würfeln.

In der restlichen Butter zuerst Zwiebel und Knoblauch andünsten, dann das Gemüse dazu geben, 10 Minuten mit geschlossenem Deckel dünsten. Leicht salzen und abkühlen lassen.

Selleriegrün und Petersilie grob hacken. Das Hackfleisch mit dem eingeweichten Weißbrot, den Eiern und dem Gemüse gut vermischen. Mit 2 EL Senf, dem Paprikapulver, sowie Salz und Pfeffer kräftig würzen.  Die Hälfte der Petersilie und die Sellerieblätter einarbeiten.

Eine passende feuerfeste Form ( ich habe eine Kasten-Backform genommen) einölen, mit den Baconscheiben auskleiden. Das Fleisch mit nassen Händen zu einem länglichen Laib formen und in die Form geben. Die Baconscheiben darüber klappen. Die Schalotten grob würfeln und darüber streuen.

15 Minuten bei 210 Grad Umluft auf der mittleren Schiene backen.
Auf 190 Grad herunterschalten und 100 ml Wasser angießen, weiter backen.

Nach 30 Minuten die Kartoffelmasse auf dem Fleisch verteilen, dabei soll die Oberfläche etwas ungleichmäßig sein. Nochmals 100 ml Wasser angießen und unter dem ca 10 Minuten Grill  überbacken.

Jetzt sollte man den Hackbraten „herausnehmen und warm stellen“, was völlig unmöglich wäre, ohne das Werk zu zerstören. Also habe ich den Hackbraten in der Form gelassen und die Soße vorsichtig abgegossen.

Die Soße (es ist ziemlich wenig) mit Sahne und 1 EL Senf verrühren, die restliche Petersilie dazu geben.

Hackbraten in der Form in Scheiben schneiden und mit etwas Soße servieren.

 

Guten Appetit!

 

Rezept nach Alfred Biolek / Eckart Witzigmann:  Rezepte, wie wir sie mögen – Alte und neue Klassiker.  Verlag Zabert Sandmann München 2004

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Hackbraten mit Kartoffelkruste

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