Kartoffel-Sauerkraut-Gratin

Dieses Rezept, das wir intern  „The Sauerkraut Thing“ nennen,  kommt bei uns immer zum Einsatz, wenn ausländische Freunde etwas „Deutsches“ essen wollen. Sauerkraut, Kartoffeln, Schweinefilet, Sahne und Schmand sind die wichtigsten Zutaten.

Das Ganze braucht etwas Zeit, ist aber nicht kompliziert. Und es kommt immer gut an.  Den Namen „The Sauerkraut Thing“ bekam das Rezept in Antigua verpasst. Unsere Vermieter fragten, ob wir nicht etwas „typisch Deutsches“ für sie kochen könnten und natürlich fiel unsere Wahl wieder auf dieses Gratin (nachdem geklärt war, dass man im örtlichen Supermarkt Sauerkraut bekommt). Die halbwüchsige Tochter des Hauses stand der Sache zunächst sehr misstrauisch gegenüber. Langte dann  aber doch kräftig zu.

Und als wir im Jahr darauf wieder dasselbe Ferienhaus bezogen wurden wir von der Kleinen gleich nach der Ankunft gefragt, wann wir denn für sie das „Sauerkraut Thing“ kochen würden.

Freunde aus Kentucky waren von den Rezept ebenfalls sehr angetan und baten uns um eine englische Übersetzung, um es zu Hause nachzukochen. Wacholderbeeren waren leider in ihrem Wohnort Cave City, KY nicht zu bekommen. Sie nahmen statt dessen einen Schuss Gin und die Gäste waren alle sehr zufrieden.

Eine ausführliche Version unseres  Rezept-Videos gibt es hier:

Zutaten für 4 Personen:

  • 550 g Schweinefilet
  • 100 g Dörrfleisch (= geräucherter durchwachsener Speck)
  • 3 Zwiebeln
  • 3 EL Öl
  • 6 Wacholderbeeren
  • 2 Lorbeerblätter
  • 800 g Sauerkraut
  • 800 g Kartoffeln (vorwiegend festkochend)
  • 300 ml Sahne
  • 200 g Schmand
  • 2 – 3 TL getrockneter Majoran
  • Butter zum Einfetten der Form
  • Salz, Pfeffer

Und so geht´s:

  • Fleisch in ca 3 cm dicke Scheiben schneiden, mit Salz und Pfeffer würzen
  • Dörrfleisch in kleine Würfel schneiden
  • Zwiebeln in Ringe schneiden
  • Öl mit Wacholderbeeren und Lorbeerblättern erhitzen, Flisch darin kurz anbraten
  • Fleisch aus Pfanne nehmen und auf die Seite stellen
  • Speck und Zwiebeln in Pfanne anschwitzen, Sauerkraut dazu geben
  • Auflaufform mit Butter einfetten, Sauerkraut-Mischung hineingeben
  • Kartoffeln in Scheiben schneiden
  • Kartoffeln und Fleisch möglichst dekorativ auf das Sauerkraut legen
  • Sahne und Schmand mit Majoran, Salz und Pfeffer verrühren und über den Auflauf gießen – wichtig: das Fleisch muss weitgehend von der Sahne bedeckt sein (wird sonst trocken). Evtl. also mehr Sahne und Schmand nehmen.
  • Ca 45 Minuten bei 180 Grad im Backofen überbacken

 

The recipe:

  • 550 gr  pork
  • Salt, Pepper
  • 100 gr. bacon
  • 2 onions
  • 3 spoons oil
  • 6 juniper berries2 laurel leafs
  • 800 gr Sauerkraut
  • 800 gr potatoes
  • 300 ml cream
  • 200 gr Crème fraiche
  • 1-2 spoons dried Majoran
  • butter

……………………………………………………………

  • Cut pork in slices – 3 cm thick. Spice with salt and pepper.
  • Cut bacon in little cubes. Cut onions.
  • Heat oil in pan. Add juniper berries and laurel. Fry pork shortly, take out of the pan and put aside.
  • Fry bacon in the pan, add onions. Add Sauerkraut and mix it with the bacon and the onions.
  • Heat oven to 180 degree C.
  • Peel potatoes and cut them to thin slices.Prepare a casserole with butter.
  • Put Sauerkraut, pork and potatoe slices in the casserole. It should look nice.
  • Mix cream, crème fraiche and majoram, spice with salt and pepper. Pour the cream mix over the sauerkraut in the casserole.
  • Bake everything in the oven for 45 to 50 minutes.

 

 

 

Kommentare

Kartoffel-Sauerkraut-Gratin — 25 Kommentare

  1. Rezept ausprobiert war super lecker. Waren begeistert, und hat genauso geschmeckt wie ich es mir vorgestellt habe. Einfach lecker
    Rezept sehr zu empfehlen.

  2. Hallo Nina,
    habe es heute gekocht, allerdings habe ich das Sauerkraut etwas anderst gewürzt. Da wir aus Bayern sind, habe ich ein wenig Zucker, eine Würfel Fleischbrühe und etwas Kümmel dazugegeben.
    Alles in Allem hat es suuuuper geschmeckt & funktioniert 🙂
    LG
    Bettina
    P.S. Entdeckt habe ich das wundervolle Rezept bei Facebook

    • Über Kalorien wissen wir bei diesem Rezept nichts. Aber „leichte Küche“ ist das eher nicht.

  3. Ich hätte allgemein eine frage? Kann man da auch Knoblauch zugeben,wir lieben ihn.Ich bitte um eine antwort,denn ich will das auch ausprobieren.

    • Wir lieben auch Knoblauch. Aber in Verbindung mit Sauerkraut …. da sind wir eher skeptisch. Aber einfach mal ausprobieren. Vielleicht schmeckt Euch das dann ganz prima. Rezepte sind doch immer nur Anregungen für eigene Experimente.

  4. Meinem Sohn und mir hat es sehr gut geschmeckt. Kartoffeln waren gar Fleisch top
    habe aber sahne und Schmand das doppelte genommen

  5. Auch mir läuft gerade das Wasser im Mund zusammen. Da wir in Holland wohnen und sehr oft Besuch bekommen, von unsererFamilie/ Freunde aus Deutschland, bin ich für jedes neue Gericht dankbar, das ich gut vorkochen/ vorbereiten kann. So werde ich es gleich nächgste Woche ausprobieren und freue mich jetzt schon. Ich kenne dieses Gericht übrigens sehr ähnlich, nur mit Kartoffelwürfel, Schunkenwürfel und Ananas, manchmal auch Bratwurst angebraten und reingeschnippelt.

  6. Mir läuft gerade beim Lesen das Wasser im Mund zusammen!
    Rezept wird sofort ausprobiert!
    Danke

  7. Die englische Version ist verständlicher. Hätte nicht gewusst, wo ich in Germany „Dörrfleisch“ statt Bacon hernehme…
    Wird ausprobiert. LG 😉

  8. Hallo, habe gerade Euer Rezept gelesen. Von den Zutaten her würde es mir auch zusagen. Bei der vorgeschlagenen Zubereitung würde ich allerdings von der Garzeit im Ofen abweichen, da bei dieser langen Zeitspanne erfahrungsgemäß das Schweinefilet 3x tot ist. Mit anderen Worten: total trocken! Wenn die Kartoffeln mit Schale in Salzwasser und einem Löffel Kümmel für ca.20 min.vorgekocht werden, dann gepellt und in Scheiben geschnitten, kann man wie in der Rezeptur angegeben verfahren, benötigt aber je nach Ofen nur noch ca. 10 bis 15 min.zum Überbacken und im Ergebnis bleibt das Filet noch zart und saftig!

    • Hallo Rolf, das kann man sicher auch so machen wie von Dir vorgeschlagen. Nach unseren Erfahrungen (und wir haben das Rezept mehrfach gekocht) wird das Fleisch nicht trocken – es liegt ja in der Sahne. Die längere Zeit im Ofen hat den Effekt, dass sich alle Aromen sehr schön miteinander verbinden. Aber das ist natürlich nur eine Möglchkeit unter vielen.

      • Hallo Bernd, Du hast sicherlich recht. Ich habe den „Sahneeffekt“ sicherlich unterschätzt. Lerne aber gerne dazu; werde es bei Gelegenheit nach eurer Vorgabe zubereiten.

        • Gutes Gelingen und guten Appetit! Nicht zu wenig Sahne nehmen. Fleisch und Kartoffeln müssen in der Sahne sein- sonst sind am Ende die Kartoffeln nicht gar und das Fleisch trocken.