„Syllabub“ – englischer Nachtisch mit Geschichte

Wir geben es zu: bis vor wenigen Monaten hatten wir von „Syllabub“ noch nie etwas gehört. Als uns eine Freundin erzählte, dass es bei einem Familientreffen einen hervorragenden „everlasting Syllabub“ gegeben habe mussten wir erst recherchieren. Wir stießen dann rasch auf eine Vielzahl von Rezepten, die allesamt vielversprechend klangen.

Hier unsere Variante:

Wir brauchen (für 6 Personen)

  • 250 ml Schlagsahne 35%
  • 70 ml Weißwein, Süßwein oder Grappa Likör (oder eine beliebige Mischung …)
  • 50 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • Saft und Zesten von 1/2 Zitrone
  • saisonales Obst
  • 2-3  zerkrümelte Baisers

 

Und so geht´s:

Sahne leicht anschlagen, dann die Zutaten nach und nach hinzugeben und weiterschlagen, bis die Sahne eine cremig-luftige Konsistenz hat.

Obst kleinschneiden (Aprikosen, Johannisbeeren, Erdbeeren, Himbeeren …) und in ein schönes Glas füllen.   Baiserkrümel dazugeben und mit dem Syllabub übergießen.  Fruchtdeko obendrauf, servieren, genießen!


 

„Syllabub“ ist ein traditioneller englischer Nachtisch, der im 17. Jahrhundert populär wurde. Die wichtigsten Zutaten: Weißwein, Zitronensaft, Zesten, Zucker und Sahne, in manchen Rezepten auch geschlagenes Eiweiß und Portwein oder Sherry.

https://de.wikipedia.org/wiki/Syllabub

„Syllabub“ kam in Mode, als man in der Renaissance dahinter kam, wie man aus Eischnee schöne Desserts herstellen kann. Für größere Tafelrunden war das eine zeitaufwändige Sache, die entsprechendes Personal voraussetzte. Erst als im 19. Jahrhundert Handmixer erfunden wurden, mit denen das Aufschlagen von Eiweiß oder Sahne wesentlich flotter ging, wurde „Syllabub“ auch im englischen Durchschnittshaushalt populär.

Einen Überblick über die historischen Syllabub-Versionen gibt es in diesem lesenswerten Aufsatz von Ivan Day:

https://www.historicfood.com/Syllabubs-Essay.pdf

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