Pflaumenmus aus dem Backofen


Pflaumenmus – auf hessisch „Latwersch“oder „Quetschehoink“ – war früher auf dem Land eine wichtige Kalorienquelle in den langen Wintermonaten. Tagelang wurde im Herbst das Mus in großen Kesseln eingekocht. Und obwohl die Zutaten und Rezepturen im Grunde immer gleich waren hatte jedes Familie und jedes Dorf doch ihre kleinen Besonderheiten. Unser Rezept für Pflaumenmus unterscheidet sich von den historisch überlieferten in einem wichtigen Punkt:  es geht deutlich schneller. Und schmeckt dennoch sensationell gut!

In diesem Jahr (2018) war bei uns die Pflaumenernte gigantisch.  Und so kam schnell der Gedanke auf, die Vorräte im Keller aufzustocken. Offenbar hatten andere dieselbe Idee: überall im Umkreis waren in den Supermärkten die Marmeladengläser ausverkauft. Also sammelten wir alles zusammen, was irgendwo in den Regalen noch zu finden war. Und machten uns mit Freude an die Arbeit.

Wir brauchen (für ca. 8 Gläser):

  • 4 kg reife Pflaumen – halbiert und entsteint
  • 250 g weißen Zucker
  • 250 g braunen Zucker
  • 7-8 zerriebene Nelken
  • 2 Sternanis
  • abgeriebene Schale von 2 Zitronen
  • 3 grüne Walnüsse, mehrfach eingestochen

Und so geht´s:

  • Pflaumen waschen, halbieren und entsteinen. Mit Zucker und Gewürzen vermischen und 2-3 Stunden Saft ziehen lassen.
  • Das Ganze in einem Bräter oder einer anderen geeigneten Form  im Backofen bei 180 Grad gut zwei Stunden lang einkochen. In der ersten dreiviertel Stunde die Backofentür etwas offen stehen lassen (Kochlöffel einklemmen), damit Feuchtigkeit entweichen kann.
  • Mit dem Zauberstab kurz pürieren (Walnüsse und Sternanis vorher rausfischen) und eine Gelierprobe vornehmen (eine kleine Probe auf einen Teller auftragen und in den Kühlschrank stellen. Nach einigen Minuten sollte das Mus zähflüssig sein. Falls es noch zu flüssig ist: länger einkochen).
  • Das Mus heiß in sterilisierte Gläser mit Schraubverschluss einfüllen. Gläser auf den Kopf stellen und abkühlen lassen.
  • Etiketten aufkleben und im Keller aufbewahren …  und in den nächsten Monaten selbst essen und/oder verschenken.

 

 

 

 

Print Friendly, PDF & Email

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.