Marokkanische Hähnchen-Tajine

Im Februar 2020 – kurz bevor das Corona-Virus auch dort die Grenzen dicht machte – waren wir für 10 Tage in Marokko und hatten vielfältige kulinarische Erlebnisse. In unserem Riad in Marrakesch konnte ich der Köchin Fatma bei der Zueberitung einer Hähnchen-Tajine über die Schulter und in die Töpfe schauen. Eigentlich ist Fatma schon im Ruhestand, nachdem sie Jahrzehnte lang in einem der Top-Restaurants in Marrakesch gekocht hat. Nun arbeitet sie gelegentlich für das Riad Talaa12. Hier das Video von Fatmas „Hähnchen-Tajine“:

Das Gericht kann man zu Hause gut nachkochen.

Wir brauchen (für 2 Personen):

  • 1 Hühnerbrust, halbiert
  • 1 Hühnerschenkel, halbiert
  • 2 Zwiebeln
  • 6 Knoblauchzehen
  • 1 TL Cumin, gemahlen
  • 1 TL Ingwer, gem.
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 Safranwürfel, zerkrümelt (hierzulande schwer zu bekommen. Ich würde ohnehin echten Safran nehmen)
  • 1/2 Zitrone, Fruchtfleisch und Schale getrennt
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer, gem.
  • Salz, nach Geschmack
  • 3-4 EL Olivenöl
  • 3-4 EL Pflanzenöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • 2 EL Petersilie, sehr fein gehackt
  • 1 Handvoll Oliven

 

Und so geht´s:

Zwiebeln und Knoblauch schälen und in einen Kochtopf reiben, dann die Gewürze dazugeben: Ingwer, Cumin, Pfeffer, Safran, Kurkuma, Fruchtfleisch der Zitrone, Petersilie. Öl und Zitronensaft zugeben und alles gut vermengen.

Die Hühnerteile mit dieser Marinade gut überziehen. Anbraten und Salzen. Dann 1/2 Liter Wasser zugeben und das Ganze ca 1/2 Std. kochen, bis die Soße eingekocht ist.

Fatma hat die Hühnerteile und die Soße dann in einen Tajine-Form gegeben und das Ganze mit Oliven und etwas gekochter Zitronenschale dekoriert. Mit geschlossenem Deckel kommt die Tajine dann noch mal auf den Herd und wird etwas weiter gekocht.

Das Rezept geht auch ohne Tajine-Form: ich würde dafür einen Römertopf nehmen.

In einer echten Tajine-Form sieht ein Tajine-Gericht natürlich am allerbesten aus. Und wenn es ganz authentisch sein soll, muss das Ganze auf einem Holzfeuer über Stunden gegart werden. Oft sieht man in Marokko am Straßenrand Tajine-Stände, der Inbegriff von marokkanischem Streetfood. Die Tomate oben auf dem Deckel zeigt den Kunden: diese Portion ist servierfertig! (Danke, Wolfgang, für das tolle Foto!)

Foto: Dr. Wolfgang Stöckle

 


Vor dem Zitronen-Hähnchen gab es verschiedene Vorspeisen, u.a. „Zaalouk“ – ein marokkanischer Auberginen-Salat, der großartig schmeckt und gut nachzukochen ist. Das Rezept zum Nachlesen und Ausdrucken findet Ihr hier: http://ninas-kochlust.de/auberginensalat-zaalouk

Sehr gut fanden wir auch ihren Möhrensalat – http://ninas-kochlust.de/marokkanischer-moehrensalat und den Zucchini-Salat http://ninas-kochlust.de/marokkanischer-zucchininsalat

Menu im Riad „Talaa12“

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